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Der ausufernde "Holz-Harz Wahn" - mit dem Einsatz von industrieller Technik, Extrakten, modificierten Chips und "Holzscharten" im Wein - sowie einem völlig falschen Herangehen an ein Naturprodukt, wurde aus der elegantesten Verfeinerungsmethoden Frankreichs vom bestimmenden Trend ein nicht immer feiner,breiter "Holzton"! Barrique bedeutet nur dann "Veredelung" eines Weines, wenn es sich um eine Abrundung für absolute Spitzenweine mit voller Extraktstruktur handelt. (Ein guter Koch würzt auch nicht "kiloweise"!) Mit Vorsicht und Langmut erzeugte Barriqueweine haben keinen dominant-sensorischen Holzton. Nicht einmal ansatzweise, sondern der Wein wird durch den unterlegten Eichenton nur im Eigencharakter ergänzt. Der Einsatz von Holz sollte nicht vordergründig spürbar sein. Was bei uns oft als Barrique angeboten wird, ist "Holz Pur". Vergleichen Sie einmal einen älteren Bordeaux, mit einem billig produzierten Barrique, Sie werdern erstaunt sein. Allerdings auch über die Preise, denn ein Barrique ohne Holzschnitzel - gereift, gelagert im Barriquefaß - nicht wie in der Neuen Weinwelt mit Holzauszügen fitgemacht, îst unter rund 20 Euro nicht kostenehrlich herstellbar.
Wie kenne ich nun diese Qualitäten als Kosument auseinander? Um sicher zu gehen, ist es am Besten, den Produzenten, seinen Keller und seinen "Charakter" zu kennen. Ohne aber den Winzer persönlich zu kennen, muß das "Nicht-auf-den-Leim-Gehen" dann das Etikett mit Herkunft, Jahrgang etc. und mein eigener Gaumen leisten. Auch kritisches Verkosten macht "Spaß", wenn man Elegantes von Holzwürmern trennt!
Viel Vergnügen und Freude zu diesem Thema wünscht Großinger Roland
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