Home    Infothek    Oenologenstatements    Barrique Wein 
Oenologenstatements
Ich mag nichts Süsses
Die steirischen Weinritter im heiligen Land der Smaragde
Es blüht uns wieder einmal...
Der Donau nahe - Weinridenfahrt in einer Zille
Tau(et) Himmel den 12 Gerechten
Ein Besuch der besonderen Art
Steirische Wein Trophy 2011
Barrique Wein
Proseccoregelung
Amphorenwein
Alarm im Weinbau
Die Rebe - Ein Evolutionskünstler
Geiz ist Geil
Alles Marille
Champagner
Das Histamingespenst
Weine richtig lagern
Weinland Italien vs. Österreich
Die Urdonau
Vielfalt statt Einfalt
Lesejahrgang 2010
Journalistische Wein-Ergüsse
Markenbastion Wachau
Wein-Pädagogik
Feiertage als Genussepidemie
Wein-Problem in Österreich
Die künstliche Nase im Vormarsch?
Anschlag auf die Mutterrebe des GV
Althergebracht oder neue Ideen



Barrique Wein

Der ausufernde "Holz-Harz Wahn" - mit dem Einsatz von industrieller Technik, Extrakten, modificierten Chips und "Holzscharten" im Wein - sowie einem völlig falschen Herangehen an ein Naturprodukt, wurde aus der elegantesten Verfeinerungsmethoden Frankreichs vom bestimmenden Trend ein nicht immer feiner,breiter "Holzton"! Barrique bedeutet nur dann "Veredelung" eines Weines, wenn es sich um eine Abrundung für absolute Spitzenweine mit voller Extraktstruktur handelt. (Ein guter Koch würzt auch nicht "kiloweise"!) Mit Vorsicht und Langmut erzeugte Barriqueweine haben keinen dominant-sensorischen Holzton. Nicht einmal ansatzweise, sondern der Wein wird durch den unterlegten Eichenton nur im Eigencharakter ergänzt. Der Einsatz
von Holz sollte nicht vordergründig spürbar sein. Was bei uns oft als Barrique
angeboten wird, ist "Holz Pur". Vergleichen Sie einmal einen älteren Bordeaux, mit einem billig produzierten Barrique, Sie werdern erstaunt sein.
 
Allerdings auch über die Preise, denn ein Barrique ohne Holzschnitzel - gereift, gelagert im Barriquefaß - nicht wie in der Neuen Weinwelt mit
Holzauszügen fitgemacht, îst unter rund 20 Euro nicht kostenehrlich herstellbar.

Wie kenne ich nun diese Qualitäten als Kosument auseinander? Um sicher zu gehen, ist es am Besten, den Produzenten, seinen Keller und seinen "Charakter" zu kennen. Ohne aber den Winzer persönlich zu kennen, muß das "Nicht-auf-den-Leim-Gehen" dann das Etikett mit Herkunft, Jahrgang etc. und mein eigener Gaumen leisten. Auch kritisches Verkosten macht "Spaß", wenn man Elegantes von Holzwürmern trennt!


Viel Vergnügen und Freude zu diesem Thema
wünscht
Großinger Roland 


Ihre Meinung

Atlas der Traubensorten, Weinpanorama



ImpressumAGBKontaktWir über uns