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Feiertage als Genussepidemie

Jetzt ist sie wieder da, die friedliche Zeit mit so vielen Genüssen als Begleiter der Festtage. Herrlich, die vielen Kalorien, weniger erfreulich aber danach die "Saure Gurkenzeit-Diät". Wo bleibt der moderate, maßvolle Genießer?


Copright: www.christmasmagazine.com

GENUSS - WAS IST DAS?

Man kann ja Vieles genießen. Nicht nur Essen und Trinken, vielmehr die gesamte "Vielfalt" an Produkten und Themen. Genuss bereitet auch Lesen, Reisen in eine neue, unbekannte Region, eine Auszeit zu einer bestimmten Vorgabe, ein nettes Gespräch mit einem kongenialen Gesprächspartner, ein unverhoffter Flirt am Tresen, Tagträumereien, auch Lernen neuer Zusammenhänge oder das Entschleunigen meines Berufslebens, weil ungesund und stressig geworden. Und so fort ...........

ALLE TUN ES:

Der Mensch von heute mit den Freiheitsgraden unserer Zivilisation wird alles dransetzen, LEID zu vermeiden und LUST zu mehren. Daraus spinnen sich unsere persönlichen "Genussschicksale"! Auslöser sind aber sehr subjektiv gehalten. Jedenfalls brauchen wir aktiv alle unsere Sinne dazu. Aber das ist eine andere Sache ...

DIE SCHLAUHEITEN AUS BROCKHAUS UND WIKIPEDIA:

Genuss ist die Freude an Empfindungen und das Gefühl, das sich dadurch einstellt. Gilt! Grundvoraussetzung sind die Fähigkeit und Bereitschaft zu bewusstem Erleben mit allen Sinnen. Gilt sehr wohl! Brockhaus stellt fest, dass Genuss jene Empfindung ist, die bei der Befriedigung materieller oder geistiger Bedürfnisse auftritt. Noch besser, weil auch immateriell! Der wiederentdeckte Hedonismus, der das Streben nach Genuss als Selbstzweck zur Zielsetzung des menschlichen Lebens proklamiert, ist auch nicht das Gelbe vom Ei! Na, da gibts wohl viele abschreckende Beispiele dazu!

Glück ist der leicht zerbrechlige Bruder des Genusses, grenzenlose Lust das kleine Teufelchen im Ohr des Genießenden, Freude dürfte der stabile Mittelpunkt des Genießens sein und bleiben. Aus dieser Wolle strickt sich halt jeder sein privates Genussleben.

WAS BRAUCHT MAN ZUM GENIESSEN?

Eine bewusste Antenne zu meinen Sinnen ist unumgänglich wichtig!
Ohne Erfahrung geht nichts, auch wenn dies sehr altbacken klingt!
Kenntnis im Abschätzen von Qualität und Nichtqualität!
Die neue Askese "Weniger ist Mehr" ist generell richtig!
Meine Kenntnis zu meinen persönlichen Grenzen hin zum Überdruss!
Natürliche Angebotsvielfalt ohne artificial Mix!
Zeit, Muße und Hingabe - mit Stress geht gar nichts!
Kommunikationspartner auf gleicher Genusswelle!

GENUSS LÄUFT LINEAR ODER EXPONENTIELL:

Es beginnt mit der Vorfreude auf etwas "Besonderes", landet real in einer "Betrachtung", einem Dialog mit mir und der Freude des Kommenden und wird sodann zu einem kognitiven "Erlebnis" dem eigentlichen Genuss. Danach ist die Phase des Nachdenkens über das eben "Genossene" sehr genussbefriedigend. Abschluss könnte ein stiller Dank - nicht lauthals hinaus, sondern verinnerlicht - den Genuss zum humanistischen Volltreffer machen. Heute ist das möglich und Bestandteil einer Zivilisations-Kultur. An mir liegt es, wie steil die Genusskurve ist.

Was passiert heute nicht alles aus Unvermögen, Banalität und Suchtverhalten. Täglich steht es in der Zeitung.
WER NICHT GENIESST, WIRD UNGENIESSBAR! Das ist die kleine Wunderformel gegen die ewigen ANTI-Genießer im Alkohol-, Fleisch-, Kohlenhydrat- und Fettbereich, von mir aus im gesamten Lebensmittelbereich. Ein Blick in die Supermarktregale erklärt Vieles!

MEIN PERSÖNLICHER FESTTAGSGENUSS :

Zu den kommenden süßen Festtagen werde ich mich austoben mit Weineliten aus dem Ausland, neben den normalen Essensbegleitern aus heimischen Regionen. Dies hat schon Tradition in unserer Familie und dient auch der "Familienzusammenführung" zur Weihnachtszeit:

   Weihnachtsabend: Vintage-Port 1977, dekantiert, etwas angekühlt zu den  Bäckereien des Abends!
   Christtag: Riesling Smaragd zu Mittag, Tokajer 6 büttig als Dessert!
   Familientreff: Eine TBA aus Australien vom Weingut Tempus - nomen est omen!

Wenn alles passt und schmeckt, dann bin ich sehr dankbar schon im Vorhinein!!

Mit festagsfreudigem Gruß

Ing.(oeno.) Großinger Roland

 

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