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TAU(ET) HIMMEL DEN 12 GERECHTEN

VON DEN "12" TAU WINZERN Nein, nicht schon wieder Weihnacht, war doch gerade erst Ostern. Aber so eine kleine „Oeno-Auferstehung“ gibt es jetzt in Bad Radkersburg. Dort gibt es im nahezu unendlichen Weinhimmel eine wahre Besonderheit: den Tau Wein!
IDEEN MUSS MAN HABEN! Am Anfang einer „Markengeburt“ steht meist ein wohlmeinender Geistesblitz. In diesem Fall hatte ein Kapuzinerpater – also ein Franziskus-Jünger – die Idee, er wünschte sich einen „Franziskus-Wein“. Eine agile Riege junger Winzer greift spontan diesen bescheidenen Wunsch auf und arbeitet dieses Vorhaben gediegen weiter. Aus der frommen Idee wurde somit eine Qualitäts-Initiative mit entsprechenden Regeln. Gruppendynamisch „konnte“ man eben miteinander. Der „TAU“ war geboren!
ZEICHEN & INHALT Man einigt sich sozusagen im Steirischen Qualitätskorridor zwischen „Klöcher Traminer“ im Osten und der „Steirischen Hohheit“ im Westen auf eine regionale Hochqualität aus der „Pinot-Familie“ im Bereich von Tieschen (zur Sicherheit: sprich Tie-schn, nicht Ties-chen!) und setzt ein sprechendes Zeichen drüber – das Andreas- oder Franziskus-Kreuz. Ein Kreuz mit Steher und Querbalken, wie ein „T“, ausgesprochen als „Tau“.
Dieses „TAU“ steht nun für verbriefte Bescheidenheit, bewußte Naturverbundenheit und für großes Vertrauen in die Schöpfung. Und mit dieser haben ja die Weinhauer täglich zu tun. Ihre Arbeit ist die Wertschöpfung daraus. Tau steht im Vordergrund, erst dahinter bescheiden die Winzer als Marken-Kollektiv.
STIL DER TAU-WEINE Reife und ausdrucksstarke Burgunder spiegeln hierin das vulkanische Terroir, das milde Klima des Südens und die Handschrift des Oenologen. Aus der Pinotfamilie kann bis zu 20 % cuvetiert werden. Mit dieser ampelographischen „Verwandtschaft“ sind also die Sorten Chardonnay, Weißburgunder und Grauburgunder im Rennen. Jeder Winzer legt sein Wissen und Können in diese „Regel“! In allen Aus-drucksformen der „GLORREICHEN 12“ steht jedoch immer das „Größte Gemeinsame Vielfache“, nämlich der finessenreiche, aus-gewogene steirische Burgundercharakter im Vordergrund. Und der behauptet sich generös! Allen Nörglern mit Faible zu Chablis- oder französischen Burgunder-qualitäten zum Trotz: Tau ist niemals von Fadesse gestraft, sondern immer lebendig und würdig haltbar!
DIE TAU-WINZER
Alle Tau-Kameraden eint das Bemühen, die Burgunder als „Großes Gewächs“ in der Region wieder zu inaugurieren. Diesen jungen, agilen Steirern gelingt das auch. Ihre Weine tragen sozusagen ein „Gesicht“! Einer der Winzer trägt eine „solarähnliche Denkerstirn“, was wohl auf die vielen Sonnenstunden hier zurückzuführen sein dürfte. Ein charmanter „Rotschopf“ entpuppt sich als ehemalige „Weinkönigin Sigrid“. Auch ein gut behüteter „Bischof“ ist darunter. Alle zusammen sind ein unermüdlicher „Motor“ der Region. Ihre gekonnte Vernetzung zu einer lebendigen „OENO-COOPERATIONS-KULTUR“ zeugt von hohem emotionalem Willen. In Zeiten wie diesen würde ich das als einfach intelligent bezeichnen.
DIE TAU-REGION Im steirischen Vulkanland rund um Tieschen gibt es viele Köstlich-keiten zu entdecken. Ob das nun der köstliche „Vulkono-Schinken“ ist, oder das legendäre Kernöl samt kreativer Anwendung, auch bei Most, Edelbrand und Balsamischen wird man fündig. Alles scheint irgendwie mit dem Wein hier kulinarisch verkettet.
Ein Besuch der Vinotheken in Klöch und Radkersburg ersparen viel Zeit und Wege, liegen doch hier alle Lokalmatadore der Umgebung. Themenabende in der Urbanivinotek zeigen Tiefgang in den Wein.
Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten rundum sind a priori nicht ver-meidbar. Den „Schoko-Handwerker Zotter“ samt Erlebnis-Führung, die Schinkenmanifaktur in Auersbach, die Gasthöfe Haberl samt „Fink´scher Delikatessen in Walkersdorf, Ölmühle, Stöcklwirt und Greißlerei in Straden, Schloßrestaurant Kapfenstein und Königsberghof in Tieschen als Kulinarische Zentren muß man besucht haben, um die „Professur“ dieser Region zu erlangen. Ganz nebenbei grüßt die Riegersburg – nona - vom Basaltfelsen herab. Gleichenberg und Radkersburg laden zum Entspannen in ihre Thermen.
Wie man nun sehen kann, braucht man mehr Zeit als eine Woche, um zum Freund und begeisterten Besucher zu wachsen. Viele Gespräche mit immer wiederkehrenden Gästen bezeugen den „Zauber dieses kleinen Paradieses“!
„UND VON OBEN LÄCHELT EIN ZUFRIEDENER HL.FRANZISKUS"
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